TRAINING VS. COACHING (1) | Das sind die jeweiligen Grundpfeiler

Der Ausdruck „vs.“ meint bildungssprachlich, eine Sache im Gegensatz zu einer anderen zu sehen, sie entsprechend darzustellen oder zu erklären. Die will ich an dieser Stelle gerne mit den Begriffen „Training“ und „Coaching“ – insbesondere bei CBQ natürlich Verwaltungstraining und Verwaltungscoaching – machen. Vorneweg: Ja, es gibt Situationen, in denen ein Training auch ein Coaching ist. Aber hierdurch die beiden Tätigkeiten gleichzustellen (wie ich es gelegentlich in Gespächen mit TeilnehmerInnen meiner Schulungen feststellen kann) , wäre eine glatte Fehlinterpretation, denn die Ausgangssituation bei Training und Coaching ist recht unterschiedlich, was ich beispielhaft durch den Sport erklären möchte.

Durch Training lernt man bestimmte Abläufe kennen und schätzen oder sorgt für die nötige Kondition, die für einen Wettkampf oder das einfache Sporttreiben notwendig ist. Ebenso, wie man nicht (abgesehen von Naturtalenten wie etwa Markus Wasmeier) einfach so Skifahren kann, schon gar nicht einen Wettkapf bestreiten, ist beispielsweise das Speerwerfen eine Sportart, für die man regelmäßig und mit einem Trainer üben muss, um sie zu beherrschen. Unser Jenaer Speerwurf-Olympiasieger von Rio 2016, Thomas Röhler, trainiert gelegentlich sogar mit Mannschaftskollegen – und das ist kein Witz – den Speer-Weitwurf mit Kamin-Streichhölzern und die fliegen dann hin und wieder über 30 Meter weit. Übung macht eben den Meister und der Trainer (aus dem Englischen to train = ausbilden, dressieren) sorgt dafür, dass die Übungen stimmen.

Ein Coach wiederum führt strukturierte Gespräche mit Klienten (= Coachees) – auch das können Sportler sein, etwa Fußballer – und berät sie zu Fragen ihres beruflichen Alltags. Hierbei gibt es vielfältige Ziele, seien es die Taktik, die Einschätzung und Entwicklung von Abläufen, die Anregungen zur Selbstreflexion bis hin zur Überwindung von Konflikten oder der Abbau von Ängsten. Dabei fungiert der Coach als neutraler Gesprächspartner und verwendet im Rahmen seiner fachlichen Unterstützung Methoden aus dem gesamten Spektrum der personlichen Entwicklungmöglichkeiten an. Der Begriff des Coachings kommt ja ursprünglich von britischen Kutschern, die ihr Wissen, wie man ein Gespann steuert oder was man bei der Überlandfahrt zu beachten hat, an Dritte weitergaben und ist seit Mitte des 16. Jahrhunderts nachgewiesen.

Beim Coaching geht es also darum, spezifisches Wissen und Fertigkeiten weiterzugeben und es wurde im 20. Jahrhundert um die Fähigkeit erweitert, den Coachee hinzuführen, eigene Lösungen für bestimmte Aufgabenstellungen zu finden. Beim Training steht dagegen die Übung und die regelmäßige Wiederholung des Ganzen bis zu einer gewissen Perfektion im Mittelpunkt.

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